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Qualitätsbewertung des Spermas



Qualitätsbewertung des Spermas


Der durchschnittlich notwendige Zeitraum für die Kindeszeugung beträgt 1 Jahr. Falls sich die Vitaminbehandlung nicht als erfolgreich bewährt und über diesen Zeitraum hinausgeht, ist es ratsam, sich an einen medizinischen Fachmann zu wenden, der eine ausführliche ärztliche Diagnose durchführen kann. Was ungenügende Fruchtbarkeit angeht, liegt bei:
  • 33% der Fälle die Ursache beim Mann,
  • 33% der Fälle die Ursache bei der Frau,
  • 33% der Fälle die Ursache bei Mann und Frau.
Fécondation

Diese Zahlen zeigen, dass es notwendig ist, sowohl bei der Frau als auch beim Mann Untersuchungen vorzunehmen.

1. 1.Grunduntersuchung


Spermiogramm

Das Spermiogramm ist im Allgemeinen die erste beim Mann vorgenommene Untersuchung. Diese Untersuchung untersucht mehrere Parameter, welche die Qualität des Spermas charakterisiert  : Menge, Viskosität, Samenzellenanzahl pro Milliliter, Mobilität der Samenzellen, Größe und Form der Samenzellen, Dosierung von bestimmten Stoffen (Zink, Fruktose, Carnitin …).

Je mehr die Untersuchungsergebnisse von der Norm abweichen, umsomehr verringert sich die Fruchtbarkeit des Spermas. Die Standartwerte eines fruchtbaren Spermas sind in folgender Tabelle zusammengefasst worden  :

Volumen

Grösser - gleich 2,0 ml

pH-Wert Zwischen 7,2 und 8,0
Anreicherung von Samenzellen Grösser - gleich 20 x 106/ml
Gesamtanzahl von Samenzellen Grösser - gleich 40 x 106/ml
Mobilität (1 Stunde nach der Ejakulation) Grösser - gleich 50% von zunehmender Mobilität
Mobilität(3 Stunden nach der Ejakulation) Grösser - gleich 30% von zunehmender Mobilität
Morphologie Grösser - gleich 50% von zunehmender Mobilität
Vitalität Grösser - gleich 75% von zunehmender Mobilität
Leukozyten (weisse Blutkörperchen) Kleiner als 106/ml

Zink 4-14 µmol/Ejakulation
Fruktose 25-103,9 µmol/Ejakulation
Carnitin 0,8-2,85 µmol/Ejakulation

Durch das Spermiogramm lassen sich mehrere Probleme bezüglich der Qualität des fruchtbaren Spermas diagnostizieren. Darunter befinden sich :

  • Aspermie : Ejakulationslosigkeit bzw. Spermavolumen < 0,5 ml
  • Asthenozoospermie : weniger als 50 % von mobilen Samenzellen 1 Stunde nach der Ejakulation
  • Azoospermie : Abwesenheit von Samenzellen während der Ejakulation
  • Cryptozoospermie : während der Mikroskopieuntersuchung unsichtbar, jedoch Anzahl zwischen insgesamt 10.000 und 100.000.
  • Hypospermie : Gesamtmenge der Ejakulation < 2 ml
  • Hyperspermie : Gesamtmenge der Ejakulation > 6 ml
  • Leucospermie : Anzahl der Leukozyten (weisse Blutkörperchen) > 1 Mio/ml
  • Necrozoospermie : keine lebenden Samenzellen bei der Ejakulation
  • Oligospermie (Oligozoospermie) : Anzahl der Samenzellen < 20 millions pro ml bzw. < 40 Mio. pro Ejakulation
  • Akutes Oligospermie : Anzahl der Samenzellen < 5 Mio. pro ml
  • PH Wert : Hydrogenpotential, gewöhnlich « pH » bezeichnet, bewertet den Säuregehalt, der sich zwischen 6.5 und 8 befinden muss, die darüber hinausgehenden Werte deuten eine Anomalie an.
  • Polyspermie bzw. Polyzoospermie : Anzahl der Samenzellen > als 200 millions pro ml
  • Teratozoospermie : weniger als 30 % normaler Samenzellen.
  • OATS / Oligoasthenoteratospermie : eine Mischung aus Oligospermie, Asthenospermie und Teratozoospermie.

DNS-Zellteilungstest

Diese neue Technik ist weniger bekannt und wird nicht so oft verschrieben wie das Spermiogramm. Der DNS-Zellteilungstest stellt jedoch einen entscheidenden Test dar und ergänzt somit das Spermiogramm. Jener Test wertet den DNS-Zustand der Samenzellen aus. Das Akrosom der Samenzelle enthält DNS, d.h. die erbbiologischen Anlagen des Menschen. Die Zellteilung entspricht den DNS-Zellteilabbrüchen. Auf schwacher Ebene, werden diese Zellabbrüche in der Eizelle (Oocyte) nach Befruchtung repariert. Falls eine bestimmte Abbruchsgrenze erreicht wird, kann der Reparationsverlauf nicht mehr auf befriedigende Art und Weise verlaufen, um eine normale embryonale Entwicklung zu erlauben. Diese DNS-Verschlechterung kann auf ein Übermaß von Freien Radikalen zurückzuführen sein.

Richtwerte :

  • < 20 % = Samen-DNS aus guter Qualität
  • 20 à 30 % = heterogenes Samen-DNS
  • >30 % = sehr verändertes Samen-DNS

Oft endet die Untersuchung des Mannes beim Spermiogramm. Ein gutes Spermiogramm lässt nicht automatisch schlussfolgern, dass die DNS-Zellteilung gut ist. Die zwei Ergebnisse sind gänzlich voneinander unabhängig. Es wird somit sehr empfohlen, zur Ergänzung des Spermiogramms einen DNS-Zellteilungstest zu verlangen.

2. Vollständige Untersuchungen


Nach Ergebnis dieser ersten Tests, können, falls notwendig, weitere Untersuchungen in Betracht gezogen werden. Wie zum Beispiel :

  • Spermakultur  : Suche von Krankheitskeimen im Sperma. Hierbei wird eine direkte mikroskopische Untersuchung einer Spermaprobe vorgenommen, welche anschliessend in einem wachstumsreichen Milieu von Bakterien kultiviert wird.
  • Biochemie des Samens : Dosierung verschiedener Moleküle bei Abwesenheit von Samenzellen während der Ejakulation (Carnitin, Alpha-Glukose, Zitrat, Phosphatsäure, Zink, Fruktose).
  • Suche nach Abwehrstoffen für Anti-Samenzellen. Diese Untersuchung wird bei den Samenzellen, in der Samenflüssigkeit und im Blut vorgenommen. Die Untersuchung wird bei Verklebung von Samenzellen oder bei Mobilitätsanomalie von Samenzellen durchgeführt.
  • Untersuchung der Samenzellenanlagerung an der inneren Glashaut (Zona pellucida) : Beobachtung der Samenzellen, was ihre Fähigkeit betrifft, sich an die Eizellenhülle anzulagern.
  • Untersuchung der Akrosomenreaktion : Auswertung der Fähigkeit der Samenzellen, die verantwortlichen aktiven Enzyme freizusetzen, um das Eindringen in die Eizelle zu ermöglichen.
  • Hamster-Test :Auswertung der Fähigkeit des Spermas, in die Eizelle einzudringen. Dieser Test wird ebenfalls dazu vorgenommen, um die Fruchtbarkeit von Männern zu bewerten, welche eine geringe Anzahl von Samenzellen besitzen. Dieser Test wird systematisch als Vorsorgeuntersuchung in einer geraumen Anzahl von Kliniken durchgeführt, bevor die In-vitro-Befruchtung durchgeführt wird.
  • Nach-Koitus-Test: bewertet nicht nur die weiblichen Faktoren, sondern auch die Fähigkeit der Samenzellen, in den Gebärmutterschleimhals zu dringen.
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